
Am 15. April richtet die Bundesregierung die 3. Internationale Sudan-Konferenz in Berlin aus. Wie auf den Vorläuferkonferenzen in Paris und London soll es darum gehen, „die Friedensbemühungen besser zu koordinieren“, mehr Geld für humanitäre Hilfe zu beschaffen und einen „zivil geführten Übergang“ zu schaffen. Allerdings kam es auf der Londoner Konferenz zu keiner gemeinsamen Abschlusserklärung. Die eingeladenen Unterstützer der Kriegsparteien – Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate – wiesen jede Verantwortung für den fortdauernden Krieg von sich.
Als Reaktion auf die offizielle Staatenkonferenz veranstaltet die Bana Group for Peace and Development die Gegenkonferenz Centering Sudanese Voices: A People’s Conference.
Zeit: Samstag, 11. April, 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Ort: Institut für Europäische Ethnologie, Anton-Wilhelm-Amo-Straße 40–41, 10117 Berlin
Während der Krieg im Sudan zur schwersten humanitären Krise der heutigen Welt geführt hat, wurde er international weitgehend ignoriert. Mehr noch: Das Leid und die Perspektiven der Zivilbevölkerung im Sudan, insbesondere von mehrfach marginalisierten Menschen, wurden an den Rand gedrängt.
Ziel der Gegenkonferenz ist es, dekoloniale Solidaritätsansätze und den Aufbau von Bewegungen zu entwickeln und zu stärken und gleichzeitig einem internationalen Publikum die Bedürfnisse und Forderungen aus unterschiedlichen und insbesondere marginalisierten Perspektiven des Sudan zu vermitteln.
Indem die Gegenkonferenz internationale Interessen und Engagements in Bezug auf den Sudan beleuchtet, wird sie das Signal an den sudanesischen Regierungsgipfel senden, die Bedürfnisse und Forderungen der sudanesischen Zivilbevölkerung in den Mittelpunkt aller Bemühungen zu stellen.
Workshops (vorläufige Planung)
14:00 Uhr – 17:30 Uhr
– Sudan für Einsteiger*innen: Analyse der Akteure und systemischen Konflikte
– De-/Militarisierung im Sudan
– Transnationale Repression: Wie man grenzüberschreitende Bedrohungen erkennt, dokumentiert und darauf reagiert
– Die Rolle von Ressourcen im Sudan und darüber hinaus
– Basisorganisation im Sudan
– Frauen, Frieden und Sicherheit
Abendpogramm: Musik und Podiumsdiskussion
19:30 Uhr – 22:00 Uhr
Ort: Evangelischen Akademie, Charlottenstraße 53/54, 10117 Berlin